Wie Leonie Schuer den Bereich Ausbildung bei Prokon erfolgreich vorantreibt – und wie die Genossenschaft davon profitiert.
Um die Energiewende kräftig voranzutreiben, braucht es vor allem eines: qualifizierte Fachkräfte! Doch die sind häufig Mangelware. Auch Prokon bekommt das leider immer wieder zu spüren. Was liegt da also näher, als den heiß begehrten Nachwuchs im eigenen Unternehmen auszubilden – und das in möglichst vielen Bereichen. Hier hat die Prokon eG ihr Potenzial zuletzt nicht ausgespielt.
Dank Leonie Schuer ändert sich das nun. Die 32-jährige hat im August 2024 bei Prokon angefangen und bringt ganz viel Erfahrung im Bereich Personalmanagement mit. „Eine meiner Hauptaufgaben ist es, die kaufmännische Ausbildung wiederzubeleben. Und das konnte ich bereits erfolgreich umsetzen.“
Leonie ist ein waschechtes Nordlicht. Geboren in Itzehoe, machte sie hier auch Abitur. Bereits während ihres Studiums „International Tourism Management“ hat sie sich auf Personalwesen spezialisiert und ist nach beruflichen Stationen in Hamburg und Elmshorn nun wieder zurück in ihrer Heimat. „Nachwuchsförderung ist mir eine Herzensangelegenheit“, betont Leonie. „Für Prokon, aber auch für die Region und für die jungen Menschen, die hier ihre berufliche Zukunft finden wollen.“

Vom ersten Tag an geht sie tatkräftig und motiviert ihren neuen Job bei der Genossenschaft an. Innerhalb kurzer Zeit baut sie zwei neue kaufmännische Ausbildungsgänge auf. Ein organisatorischer Kraftakt: Sie knüpft Kontakte zur Handelskammer, erstellt ein vollständiges Ausbildungskonzept, entwickelt Ausbildungspläne und spricht mit den einzelnen Abteilungen, die ihre Azubis künftig durchlaufen werden. „Ich musste ja alle Beteiligten mit ins Boot holen. Das hat super geklappt“, so Leonie. Und natürlich führt sie auch die Bewerbungsgespräche mit den Kandidatinnen und Kandidaten.
„Am wichtigsten ist es, richtig Lust auf seinen Job zu haben. Im Gespräch erfährt man recht schnell, ob das der Fall ist oder nicht“, weiß die erfahrene Personalerin. Im August 2025 startet dann mit Aaltje Velde Prokons erste Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation. Umschülerin Tanja Paulsen folgt im Oktober. Sie sattelt auf Kauffrau für Büromanagement um, den zweiten neuen Ausbildungsberuf bei Prokon.

„Bei Prokon kann ich jeden Tag aktiv etwas zur Klimawende beitragen und habe so das gute Gefühl, dass meine Arbeit sinnvoll ist – für das Unternehmen und für unsere Zukunft. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, Teil des Teams zu sein. Das hat mir gezeigt, dass hier nicht nur die Arbeit zählt, sondern auch der Mensch dahinter.“
Aaltje Velde, Kauffrau für Marketingkommunikation in Ausbildung
Mit Mateusz Olek ist im August auch ein weiterer IT-Azubi hinzukommen. Er lernt Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Bereits im zweiten Lehrjahr befindet sich Kiano Rist, Azubi zum Fachinformatiker für Systemintegration. Im Bereich IT bildet die Prokon eG seit 2023 aus. Federführend ist hier Torben Oestreich, Abteilungsleiter IT- und Cloud-Infrastruktur bei Prokon. Auch Sophie Hergenreder, Duale Studentin im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, ist seit 2024 bei Prokon. Sie absolviert im Unternehmen den praktischen Teil ihrer Ausbildung.
Ob Azubis, Umschülerinnen und Umschüler oder Dual Studierende: „Unsere jungen Mitarbeitenden übernehmen früh Verantwortung“, betont Leonie. So ist Aaltje intensiv in die Planung der Ausbildungs-Webseite eingebunden. Mateusz hat als angehender Fachinformatiker eigenständig die bestehenden IT-Schnittstellen modernisiert, um die Systemlandschaft von Prokon technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

„Neben den beruflichen Skills vermitteln wir unseren Azubis aber auch die genossenschaftliche Unternehmenskultur. Dazu gehören Werte wie Gemeinschaftssinn, Vertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit“, so Leonie. Die Ausbilderin plant deshalb Teambuilding-Maßnahmen wie gemeinsame Ausflüge und Workshoptage etwa zu Themen der Erneuerbaren Energien oder der Persönlichkeitsentwicklung. „Mir macht meine Rolle als Ansprechpartnerin Spaß, ich bin gerne für die Azubis da“, sagt die Personalreferentin.
Und nach der Ausbildung? „Wenn möglich, möchten wir natürlich alle Azubis übernehmen“, so Leonie. „Wir legen Wert darauf, dass gute Nachwuchskräfte eine Perspektive bei uns haben.“ So profitieren Prokon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter von internen Weiterbildungen und können sich im Betrieb fachlich spezialisieren.
Leonie selbst hat ihre „Mission Nachwuchs“ gerade erst gestartet und hat noch viel vor. „Es wäre toll, wenn ich einen Beitrag dazu leisten kann, das Image von Prokon als moderner Ausbilder und Arbeitgeber vor allem bei jungen Menschen zu stärken.“