Der Windpark Geldern geht in die Umsetzung: Anfang September 2026 haben die Bauarbeiten für zwei Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen begonnen. Prokon hat das Projekt vollständig entwickelt und die Projektgesellschaft im Mai 2026 an einen privaten Investor aus der Nähe des Projektgebiets verkauft.
Der Verkauf von Projekten ist Teil unserer Strategie, die Entwicklung unseres Portfolios flexibel und wirtschaftlich sinnvoll zu steuern. Unser Ziel ist es, attraktive Projekte möglichst im eigenen Bestand zu halten, wenn es gelingt, dafür ausreichend Eigenkapital einzuwerben. Gleichzeitig schaffen Projektverkäufe finanziellen Spielraum: Sie setzen gebundenes Kapital frei und ermöglichen Investitionen in die weitere Projektentwicklung sowie in neue eigene Projekte. So stärken wir nachhaltig das Wachstum und die Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaft.
„Wir handeln verantwortungsvoll und vorausschauend. Der Verkauf des Windparks Geldern ist ein strategischer Schritt, um Kapital zu sichern, neue Projekte zu ermöglichen und langfristig Wert für unsere Mitglieder zu schaffen“, sagt Henning von Stechow, Vorstand bei Prokon.
Der Windpark Geldern umfasst zwei Windenergieanlagen des Typs Nordex N163 mit einer Nabenhöhe von 118 Metern und einer Gesamtleistung von 14 Megawatt. Den EEG-Zuschlag der Bundesnetzagentur hatte das Projekt im Januar 2026 erhalten.
Mit dem Verkauf der Projektgesellschaft ist unsere Arbeit am Windpark jedoch nicht beendet. Wir begleiten den Bau, den Netzanschluss und die Inbetriebnahme weiterhin als Dienstleister. Auch die spätere technische Betriebsführung ist bereits vertraglich geregelt. So bleibt unser Know-how im Projekt – und Prokon erzielt zusätzlich zum Verkaufserlös weitere Einnahmen aus den vereinbarten Leistungen.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die rund sechs Kilometer lange Kabeltrasse. Sie umfasst unter anderem eine Bahnquerung sowie mehrere Flussquerungen. Auch der Netzanschluss ist anspruchsvoll: Am Netzeinspeisepunkt werden eine Übergabestation und eine Trafostation errichtet.
Bis Ende 2026 sollen Zuwegung, Kranstellflächen und Fundamente fertiggestellt werden. Die Anlieferung der Großkomponenten ist für Ende März bis Anfang April 2027 geplant, die Errichtung der Anlagen soll Anfang Mai 2027 beginnen. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Zeitplan für Mitte bis Ende Juni 2027 vorgesehen.
Der Baubeginn in Geldern zeigt damit beides: erfolgreiche Projektentwicklung bis zur Umsetzung – und eine flexible Strategie, mit der wir den größtmöglichen Nutzen für unsere Genossenschaft sichern.