Sein Arbeitsweg ist kurz, sein Einsatzgebiet groß: Gerade einmal zehn Kilometer wohnt Ole Möller vom Prokon-Hauptsitz in Itzehoe entfernt. Doch in seiner beruflichen Doppelfunktion ist der 36-Jährige regelmäßig auch bundes- und europaweit unterwegs. Als Verantwortlicher für Prokons Auslandsbeteiligungen betreut er die Unternehmenstöchter in Finnland, Polen und Spanien. Seit 2024 ist Möller außerdem Geschäftsführer von Prokons Service-Tochter Pros.
„Ich besuche mindestens einmal im Jahr unsere neun Standorte, um mit den Teams vor Ort zu sprechen“, sagt er.
Pros verfügt mittlerweile über mehr als 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. In knapp 30 Serviceteams kümmern sie sich um die Wartung, Instandhaltung und Reparatur von Windenergieanlagen und sichern so deren Verfügbarkeit. Die Dienstleistungssparte wurde 2020 als zusätzliches Prokon-Standbein gegründet und hat sich zuletzt erfolgreich entwickelt.
Und es geht noch mehr: „Künftig möchten wir unsere Aktivitäten ausbauen und weitere, idealerweise große Windparks in unser Serviceportfolio nehmen“, sagt Möller.
Der studierte Wirtschaftsingenieur ist seit 2020 bei Prokon. In Itzehoe geboren und aufgewachsen, führt ihn sein beruflicher Werdegang schließlich über Umwege zurück in die Heimat.
„Ich habe nach der Schulzeit zunächst eine Schornsteinfegerlehre gemacht“, sagt Möller. „Dabei habe ich ein Faible für die Themen Emissionen und Erneuerbare Energien entwickelt.“
2011 beginnt er ein Bachelorstudium an der Fachhochschule Flensburg. Anschließend setzt er seine akademische Laufbahn an der Universität Flensburg fort und schließt dort 2017 den Masterstudiengang Energie- und Umweltmanagement erfolgreich ab. Einen weiteren Abschluss in Energy Technology erwirbt er während seines einjährigen Auslandsstudiums in Finnland.
In seinem ersten festen Job ist Möller als Projektmanager bei einem Energieunternehmen in Hannover im Einsatz. Dort kümmert er sich unter anderem im Bereich Wind-Onshore um Projektfinanzierungen und Projektverkäufe. Doch die Familienplanung zieht den Vater eines inzwischen zweieinhalbjährigen Sohnes Ende 2019 zurück in die Heimat nach Schleswig-Holstein. „Meine Frau hat damals eine Stelle als Lehrerin in der Nähe von Itzehoe gefunden.“
Eine Prokon-Stellenausschreibung führt ihn zu seinem neuen Arbeitgeber. Gesucht wird ein Experte für Projektfinanzierung. „Das passte perfekt. Denn darin hatte ich ja bereits viel Erfahrung“, erinnert sich Möller.

Zunächst ist er vor allem für Prokon-Projekte in Deutschland tätig. Schon bald umfasst sein Aufgabenbereich auch Beteiligungen bei der Prokon-Tochter in Finnland. Möller kümmert sich um die Projektfinanzierung, ist in Vertragsverhandlungen involviert und bei wichtigen Terminen vor Ort. Zwar kennt er das Land inzwischen gut. „Mein Finnisch hält sich jedoch in Grenzen. Es reicht aber aus, um ein Bier zu bestellen.“
Ab 2022 managt er schließlich das komplette Auslandsgeschäft, also auch die Prokon-Töchter in Polen und Spanien. Zwei Jahre später wird ihm zusätzlich die Pros-Geschäftsführung übertragen.
Auch in sein neues Aufgabenfeld bringt Möller seine planerische und kaufmännische Expertise ein. Dabei gelingt es ihm, die wirtschaftliche Basis der Service-Sparte weiter zu stärken.
Der neue Job verändert auch seine Arbeitszeiten, denn die ersten Service-Einsätze müssen schon früh koordiniert werden. „Mein Arbeitstag beginnt jetzt früher“, sagt er. „Dafür freut sich mein Sohn, wenn der Papa früher nach Hause kommt.“
Von seinem Büro in Itzehoe aus steuert Möller das operative Geschäft und ist Ansprechpartner für Mitarbeitende und Kunden. Künftig will er die Wettbewerbsfähigkeit von Pros weiter steigern. Die Voraussetzungen stimmen: „Wir verfügen in den relevanten Onshore-Hotspots über ein engmaschiges Netz an Servicestationen.“

„Pros ist hervorragend aufgestellt und leistet auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zu Prokons breitem Dienstleistungsspektrum.“
Ole Möller, Geschäftsführer Pros
Ein weiteres Plus ist die schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen. „Außerdem sind unsere Pros-Teams mit zahlreichen WEA-Typen unterschiedlicher Hersteller vertraut“, betont Möller. Dazu zählen zum Beispiel Vestas/NEG, Nordex, Repower/Senvion, DeWind und GE/AN Bonus.
Dabei sei es wichtig, technisch stets auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Zwar haben die Anlagen im Service-Business üblicherweise mindestens 10 bis 15 Jahre auf dem Buckel. „Die Windparks, die wir jetzt ins Portfolio übernehmen, sind aber bereits deutlich größer und moderner ausgestattet.“ Dank regelmäßiger Schulungen und Fortbildungen sind die Mitarbeitenden darauf vorbereitet.
Für Möller bleiben seine Heimatstadt und Prokon erste Wahl: „Die Windenergie-Branche ist ständig in Bewegung und birgt immer wieder neue Herausforderungen, denen ich mich gern stelle!“