Der Konzernhalbjahresabschluss zeigt: Prokon hat das erste Halbjahr besser abgeschlossen als geplant und bleibt auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld solide aufgestellt.
Das erste Halbjahr 2026 fiel besser aus als erwartet. Die Prokon-Gruppe erzielte einen Überschuss von 5,1 Millionen Euro und liegt damit über der Planung. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis deutlich gestiegen: Im ersten Halbjahr 2025 lag der Konzernüberschuss bei 2,2 Millionen Euro.
Das ist ein gutes Signal. Denn das Umfeld für erneuerbare Energien bleibt herausfordernd. Niedrigere Zuschlagswerte bei Ausschreibungen, höhere Kosten für Investitionen und Finanzierung sowie Engpässe bei Netzanschlüssen machen neue Projekte anspruchsvoller. Umso wichtiger ist es, wirtschaftlich stabil zu bleiben und die Finanzlage weiter zu stärken

David OWeger
Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 58,2 Millionen Euro im Rahmen der Planung, aber unter dem Vorjahreswert. Gründe dafür waren unter anderem eine geringere Stromproduktion im Bereich Windenergie, niedrigere Preise in einzelnen Märkten und geringere Umsätze in der Projektentwicklung und im Bau.
Gleichzeitig hat Prokon im ersten Halbjahr Verbindlichkeiten deutlich reduziert. Anleiheverbindlichkeiten wurden planmäßig um 33,4 Millionen Euro zurückgeführt, Bankverbindlichkeiten um weitere rund 3 Millionen Euro. Die angestrebte Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent wurde überschritten. Auch das Geschäftsguthaben der Mitglieder blieb stabil und lag zur Jahresmitte bei 267,4 Millionen Euro. Die Mitgliederzahl ist gegenüber dem Jahresende 2025 netto gestiegen.
Der Halbjahresabschluss zeigt vor allem eines: Die breite Aufstellung trägt. Stromerzeugung, Projektentwicklung, Energiehandel und Service helfen dabei, Schwankungen in einzelnen Bereichen besser auszugleichen.
Gleichzeitig bleibt klar: Das gute Halbjahresergebnis ist kein Anlass zur Entwarnung. Wenn neue Wind-, Solar- und Speicherprojekte langfristig im Eigenbestand gehalten werden sollen, braucht es weiterhin zusätzliches Geschäftsguthaben. Denn neue Projekte erfordern viel Liquidität und Eigenkapital – deutlich mehr, als kurzfristig allein aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden kann.
Für das Gesamtjahr 2026 blickt Prokon weiter zuversichtlich nach vorn. Ziel bleibt eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent. Im Deutschlandgeschäft erwartet Prokon einen Umsatz von 90 bis 95 Millionen Euro und ein positives Vorsteuerergebnis im einstelligen Millionenbereich.
Der Konzernhalbjahresabschluss macht deutlich: Prokon arbeitet wirtschaftlich solide, bleibt handlungsfähig und schafft damit eine wichtige Grundlage, um die Energiewende weiter in Bürgerhand voranzubringen

Konzern-Halbjahresabschluss der Prokon Regenerative Energien eG zum 30.06.2026