Stiftungsprofessur „Battery Technologies"
Prokon unterstützt die neue Stiftungsprofessur im Bereich Batteriespeicher / Master Battery Technologies an der HAW Kiel und fördert damit gezielt die Ausbildung von Fachkräften im Zukunftsfeld Speichertechnologien und Energiewende. Die Professur ist für fünf Jahre gesichert und legt den Grundstein für den Studienstart im Wintersemester 2026/27. Sie stärkt den Innovations- und Hochschulstandort Itzehoe/Steinburg nachhaltig.
Der Studiengang Master Battery Technologies ist eng mit der Region vernetzt. Während der Großteil der theoretischen Inhalte an der HAW Kiel vermittelt werden, finden allerdings auch Teile der Lehre beim Fraunhofer ISIT in Itzehoe statt, wo Batteriespeicherforschung bereits heute verankert ist. Ergänzend bringen Unternehmen aus der Region ihre Praxis ein — unter anderem Prokon mit Wahlpflichtmodulen, zum Beispiel aus Projektentwicklung und Betrieb.
So entstehen enge Kontakte zwischen Studierenden und Unternehmen. Ziel ist es, Fachkräfte frühzeitig für die Region zu gewinnen und langfristig zu binden — auch, um Abwanderung in größere Städte zu vermeiden. Viele ansässige Unternehmen unterstützen die Professur als Förderer und sehen darin eine gemeinsame Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Itzehoe.

Prokon beteiligt sich an der Finanzierung der Stiftungsprofessur mit 25.000 Euro über fünf Jahre und bringt darüber hinaus fachliche Expertise in die Lehre ein.
„Batteriespeicher sind ein Schlüssel für die erfolgreiche Energiewende. Mit unserem Engagement investieren wir gezielt in Wissen, Innovation und Fachkräfte für morgen — und stärken zugleich den Standort Itzehoe als Zentrum für Speichertechnologien“, sagt Christoph Rosengarten, der für die Entwicklung von Batteriespeichern bei Prokon zuständig ist.
Sie gleichen Schwankungen bei erneuerbaren Energien aus,
stabilisieren das Stromnetz,
reduzieren den Bedarf an fossilen Kraftwerken
und helfen, Netzausbaukosten zu begrenzen.
Die neue Stiftungsprofessur trägt dazu bei, dieses Wissen systematisch aufzubauen und in die Praxis zu überführen — direkt vor Ort in Itzehoe.

Bei einem Pressetermin diese Woche im IZET wurde deutlich, wie breit dieses Projekt getragen wird. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft betonten übereinstimmend die Bedeutung der neuen Professur für die Region.
Zu den Rednern zählten unter anderem:
Ralf Hoppe, Bürgermeister der Stadt Itzehoe
Claudius Teske, Landrat des Kreises Steinburg
Prof. Dr. Kay Poggensee, Fachbereich Wirtschaft, HAW Kiel
Prof. Dr. Christoph Weber, Studiengangsleiter „Battery Technologies“, HAW Kiel
Christoph Kober, Geschäftsführer der Gesellschaft für Technologieförderung Itzehoe mbH (IZET)
Bürgermeister Ralf Hoppe sprach von „einem richtig tollen Jahresauftakt“ für Itzehoe. Prof. Dr. Kay Poggensee betonte, dass „Politik und Verwaltung alle Ampeln auf grün gestellt haben“ und dass „Itzehoe damit sichtbar zum Hochschulstandort wird“.
Das Projekt gilt als Leuchtturmvorhaben für Schleswig-Holstein, das in dieser Form bislang einzigartig ist. Während ähnliche Initiativen andernorts gescheitert seien, hätten hier alle Beteiligten frühzeitig die Relevanz erkannt und gemeinsam gehandelt. So haben alle Zahnräder ineinandergegriffen — mit großem Mehrwert für die Region.