Die Mitglieder der Prokon Regenerative Energien eG haben über die Zusammensetzung ihrer fünf Regionalen Beiräte abgestimmt. Die Wahl endete am 25. Oktober 2026. In allen fünf Regionen wurden die jeweils kandidierenden Teams gewählt. Mehr als 500 Mitglieder beteiligten sich an der Abstimmung. Nun stehen die formale Wahlannahme und die Konstituierung der neuen Beiräte an.
In den fünf Regionen Nord, Ost, Südost, Südwest und West hatte sich jeweils ein Team aus engagierten Mitgliedern zur Wahl gestellt. Die Beiratsordnung sieht grundsätzlich vor, dass auch mehrere Teams pro Region kandidieren können. Da dies bei der diesjährigen Wahl nicht der Fall war, konnten die Mitglieder dem jeweiligen Team ihre Zustimmung geben oder sich enthalten.
Region | Ja-Stimmen | Enthaltungen |
|---|---|---|
Nord | 96 | 16 |
Ost | 104 | 8 |
Südost | 83 | 4 |
Südwest | 118 | 19 |
West | 68 | 10 |
Gesamt | 469 | 57 |
Insgesamt wurden 526 Stimmen abgegeben. Damit lag die Beteiligung unter dem Niveau der vorherigen Beiratswahl im Jahr 2023. „Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass sich mehr Mitglieder an der Wahl beteiligen“, sagt Prokon-Vorständin Katharina Beyer. „Gleichzeitig freuen wir uns, dass sich in allen fünf Regionen Mitglieder gefunden haben, die bereit sind, ehrenamtlich Verantwortung für unsere Genossenschaft zu übernehmen. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank.“
Mit rund 42.000 Mitgliedern, die über ganz Deutschland verteilt leben, ist Prokon eine große und vielfältige Genossenschaft. Die Regionalen Beiräte tragen dazu bei, räumliche Distanzen zu überbrücken und unterschiedliche Perspektiven aus der Mitgliedschaft in den Austausch mit dem Vorstand einzubringen.
Die Regionalen Beiräte haben eine beratende und unterstützende Funktion. Als Ansprechpartner in den Regionen nehmen sie Anregungen und Stimmungen aus der Mitgliedschaft auf und können dem Vorstand Empfehlungen geben. Dabei ergänzen sie die genossenschaftlichen Strukturen, ohne in die Aufgaben und Zuständigkeiten von Vorstand und Aufsichtsrat einzugreifen.
Dass viele Mitglieder diese Form der Beteiligung schätzen, zeigte auch die Mitgliederbefragung im Frühjahr 2026. In der repräsentativ angelegten telefonischen Befragung bewerteten 71 Prozent der Teilnehmenden die Regionalen Beiräte als sehr oder eher wichtig. Unter den konkret abgefragten Organisationsformen erhielt die Wahl regionaler Teams die größte Zustimmung. Zugleich wurde deutlich, dass viele Mitglieder bislang nur wenig über die Arbeit ihrer Beiräte wissen.
„Hier möchten wir gemeinsam mit den neuen Beiräten ansetzen“, erklärt Katharina Beyer. „Wir wollen ihre Aufgaben und ihr Engagement sichtbarer machen und den Kontakt zu den Mitgliedern stärken. Denn je besser die Mitglieder wissen, was die Beiräte tun und wie sie sich einbringen können, desto mehr kann dieses ehrenamtliche Engagement für unsere Genossenschaft bewirken.“

Nach der Wahl steht nun zunächst die formale Annahme durch die Kandidierenden an. Bereits am 6. November kommen die neuen Beiratsteams zu einem gemeinsamen Treffen in Fulda zusammen. Dort sollen die Grundlagen für die Zusammenarbeit mit dem Vorstand in der kommenden dreijährigen Amtszeit gelegt werden.
Das Treffen bietet zugleich Gelegenheit, sich über die Aufgaben der Beiräte, die Erfahrungen aus der bisherigen Beiratsarbeit und die künftige Zusammenarbeit auszutauschen. Auch die Frage, wie sich die Beiratsarbeit und ihre organisatorischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln lassen, hat in diesen gemeinsamen Gesprächen zwischen Beiräten und Vorstand ihren Platz – sowohl bei diesem Treffen als auch im weiteren Verlauf der Amtszeit.
Wer künftig in den Regionalen Beiräten mitwirkt, erfahren unsere Mitglieder in der kommenden Ausgabe unseres Magazins Käthe & Paul.
Wir gratulieren allen gewählten Beiratsmitgliedern und wünschen ihnen einen guten Start in ihre neue Amtszeit.