Unsere Projektpipeline umfasst zahlreiche Wind-, Solar- und Speicherprojekte in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Zwei Windenergieprojekte stehen derzeit besonders im Fokus, weil in den kommenden Monaten wichtige Finanzierungsschritte anstehen: das Repowering des Windparks Horst in Schleswig-Holstein und der Neubau des Windparks Podelzig-Lebus II in Brandenburg. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand, die geplante Leistung und die nächsten Schritte.

Der Windpark Horst liegt in Schleswig-Holstein, nur wenige Kilometer von unserer Hauptzentrale in Itzehoe entfernt. Der Standort hat für uns eine besondere Bedeutung: Hier entstand der erste Windpark in der Geschichte von Prokon.
Im Zuge des Repowerings sollen die bisherigen acht Windenergieanlagen durch vier moderne und deutlich leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Damit halbiert sich die Zahl der Anlagen, während die installierte Leistung von heute 10,4 Megawatt auf künftig 28 Megawatt steigt.
Horst zeigt damit beispielhaft, welches Potenzial in der Modernisierung bestehender Windparks steckt. Bewährte Standorte können mit neuer Technik effizienter genutzt werden und deutlich mehr erneuerbaren Strom erzeugen.
Für die weiteren Schritte des Projekts werden insgesamt acht Millionen Euro Eigenkapital benötigt. Rund die Hälfte davon soll nach aktueller Planung bis September 2026 zur Verfügung stehen.

Sven Grajek 2023
Der geplante Windpark Podelzig-Lebus II liegt nahe Frankfurt (Oder) in Brandenburg. Vorgesehen sind sechs moderne Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 42 Megawatt.
Anders als in Horst entsteht hier ein neuer Windpark. Das Projekt schafft zusätzliche Erzeugungskapazität und ergänzt unser bestehendes Portfolio um einen weiteren leistungsstarken Standort für Windenergie.
Für die Finanzierung von Podelzig-Lebus II sind insgesamt zehn Millionen Euro Eigenkapital vorgesehen. Davon werden nach derzeitiger Planung sechs Millionen Euro bis Oktober 2026 benötigt.
Warum Eigenkapital für die Projekte wichtig ist
Windenergieprojekte benötigen bereits vor der Inbetriebnahme eine solide Finanzierung – etwa für Planung, Bauvorbereitung, Projektgesellschaften und notwendige Sicherheiten. Horst und Podelzig-Lebus II sind Teil unserer größeren Projektpipeline. Bei beiden Projekten stehen nun konkrete Finanzierungsschritte an, für die ein klar absehbarer Eigenkapitalbedarf besteht.
Beteiligung wird künftig früher berücksichtigt
Die Generalversammlung hat einer Satzungsänderung zugestimmt, nach der neue Geschäftsanteile künftig quartalsweise bei der Gewinnverteilung berücksichtigt werden sollen. Wer im dritten Quartal Geschäftsguthaben zeichnet, kann damit bereits für das vierte Quartal einen anteiligen Dividendenanspruch erwerben – vorbehaltlich der rechtzeitigen Eintragung. Über die Ausschüttung entscheidet weiterhin die Generalversammlung.
Projekte langfristig in Bürgerhand halten
In den vergangenen fünf Jahren ist das Geschäftsguthaben unserer Genossenschaft im Schnitt um mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr gewachsen. Diese Kapitalbasis hilft uns, eigene Projekte möglichst langfristig selbst zu betreiben. Horst und Podelzig-Lebus II zeigen, wie genossenschaftliches Kapital konkret wirkt: durch die Modernisierung eines traditionsreichen Standorts und neue Windenergieleistung.
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